Sergej Iwanow: „Landtechnik gehört in intelligente Hände“

Pachma ist das modernste Agrarunternehmen des Gebietes Jaroslawl. Geschäftsführer Sergei Iwanow ist eine echte Führungspersönlichkeit, ein Unternehmer und Stratege.

Persönlich lernte ich Sergei Dmitrijewitsch auf dem Feldtag von Jaroslawl kennen, der bereits das zweite Jahr auf dem Gelände seines Unternehmens Pachma stattfand. Pachma zählt zu den modernsten Agrarbetrieben der Region. Das gesamte Know-How, das EkoNiva heute zu bieten hat, wird dort erfolgreich angewandt.

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren wir viel in die Modernisierung unserer Produktion“, erzählt Sergei Iwanow. „Beste Leistungen lassen sich nur unter Einsatz innovativer Technologien erzielen. Im Pflanzenbau setzen wir Technologien mit minimaler Wirkung auf Boden und Pflanzen und einer maximalen Flächenleistung und Produktivität ein. Auf dem Feldtag haben wir jüngst eine der neuesten Entwicklungen präsentiert, den vier Meter langen Grubber TopDown von Väderstad mit John Deere Traktor 7930. Einige Kollegen haben bereits Interesse an diesem multifunktionalen Gerät bekundet.

Heute beschäftigt Pachma über 300 Mitarbeiter. Das durchschnittliche Gehalt beträgt 18.000-19.000 Rubel.

Das Unternehmen betreibt hauptsächlich Milchviehzucht und verfügt über einen Viehbestand von 2.900 Rindern, 1.100 von ihnen sind Milchkühe. Jährlich produziert Pachma an die 8.000 Tonnen Milch. Das Unternehmen ist anerkannter Zuchtbetrieb für Ayrshire-Rinder und Holstein-Rinder. Auf dem Betriebsgelände werden in einem eigenen Werk Milch, Sahne und Sauermilcherzeugnisse (2000 Tonnen jährlich) produziert. Der Vertrieb der Produkte läuft über ein eigenes Handelsnetz.

Der Pflanzenbau dient in erster Linie der Futtergewinnung für das eigene Vieh. Die gesamte Ackerfläche beträgt 3.250 Hektar. Pachma stellt außerdem Pflanzgut für Kartoffeln her. Unter beständiger Beobachtung und Erprobung stehen acht bis zehn Kartoffelsorten. Diese Jahr kaufte das Unternehmen von EkoNiva-Semena 35 Tonnen Pflanzgut für die Kartoffelsorte Red Fantasy und sieht besten Ernteergebnissen entgegen. Pachma baut darüber hinaus Getreide und Gemüse an, für deren Lagerung es einen modernen 11.000-Tonnen- Gemüsespeicher angeschafft hat. Im Rahmen einer Erweiterung der Futterkapazitäten plant das Unternehmen auch die Kultivierung von Raps.

Pachma investiert jährlich in seinen Maschinenpark, den das Unternehmen ständig um modernste Landtechnik erweitert. Sergei Iwanow besucht gemeinsam mit EkoNiva regelmäßig Landwirtschaftsmessen im Ausland und hält sich damit über die neuesten technischen Entwicklungen auf dem Laufenden.

„EkoNiva ist schon lange einer meiner wichtigsten Partner“, erzählt er. „Es verbindet uns mittlerweile auch eine Freundschaft. Das Unternehmen arbeitet zuverlässig und sehr flexibel. Es liefert gekaufte Ware schnell, der Kundenservice ist hervorragend. Ein Anruf genügt, und Mitarbeiter des Serviceteams kommen und beseitigen alle Probleme innerhalb von wenigen Stunden. Sie wissen, dass jeder Tag kostbar ist. Während der Saison kann man sich keinen Maschinenausfall leisten“.

Sergei Iwanow hat, wie er sagt, in Bezug auf Traktoren seine Wahl schon vor langer Zeit getroffen. Viele Jahre bereits bleibt er seiner favorisierten Marke treu. Seit 1981 sind in seinem Betrieb nur Traktoren von John Deere im Einsatz. Fahrzeuge dieses Herstellers haben die Prüfung der Zeit bestanden. Dank der EkoNiva-Servicefiliale in Kostroma leisten Modelle aus dem letzten Jahrhundert noch hervorragende Dienste.

„Wir gehörten in dieser Region zu den ersten Unternehmen, die diese Maschinen einsetzten“, erzählt der Unternehmer. „John Deere erfüllt alle meine Ansprüche. Heute darf man Landtechnik nicht nur an den Preisen messen, viel wichtiger sind Produktivität und Bedienungsfreundlichkeit. Man sollte gerne mit den Maschinen arbeiten. Agraringenieure müssen heute ein sehr breites fachliches Profil aufweisen. Moderne Landtechnik gehört in die Hände sehr intelligenter Menschen!“

Pachma ist mittlerweile vollständig mit Wärme und Strom versorgt. Das Unternehmen nutzt eigene Energiequellen und hält so die Preisentwicklung für Landwirtschaftserzeugnisse im Rahmen. Zu diesem Zweck hat Pachma vier Gasmotorenanlagen mit einer elektrischen Leistung von 100 kW und einer Wärmeleistung von 135 kW erworben. Die Kosten der Anlagen belaufen sich auf 20.000 - 25.000 Rubel je kW Energie. Die Selbstkosten der erzeugten Energie bei Einsatz von Erdgas betragen etwa 1,7 Rubel/ kWh. Die in die Anlagen investierten Mittel werden sich bei einem Tarif von 6,0 Rubel/ kWh für landwirtschaftliche Erzeuger in einem Jahr amortisiert haben. In ein paar Jahren will Pachma eine eigene Biogasanlage für landwirtschaftliche Abfälle in Betrieb nehmen. Für dieses Projekt steht die Anschaffung zweier weiterer Kraftwerksanlagen mit einer Leistung von jeweils 400 kW bevor.

Seit 2009 dient der Arbeitgeberverband des Agrobusiness des Gebietes Jaroslawl, dessen Vorsitzender Sergei Iwanow ist, als professionelle Plattform für die Diskussion aktueller Probleme der Landwirte. Dreißig Unternehmen der Region sind in diesem Verband zusammengeschlossen.

„Heute gibt es eine starke Ausrichtung auf Großunternehmen“, sagt Sergei Iwanow, „dabei geraten die kleinen und mittleren, teilweise auch erfolgreichen Betriebe in Vergessenheit. Unsere Aufgabe besteht darin, Voraussetzungen zu schaffen, die es auch kleineren Betrieben erlauben, gewinnbringend und effektiv zu produzieren. Das wäre ein Ansatz, die Krise in unserer Region zu überwinden. Die landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Iskra zum Beispiel, die früher rote Zahlen schrieb, hat sich mittlerweile wieder gefangen. Sie nahm Förderungen in Höhe von rund 26 Millionen Rubel in Anspruch. Mit diesen Mitteln modernisierte sie den Betrieb, baute ein Melkhaus und schaffte sich moderne Landtechnik an. Die Mitarbeiter begriffen, dass es für sie Vorteile hat, unter dem Dach unseres Verbandes zu arbeiten. Das ist in vieler Hinsicht auch ein moralischer Sieg! Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, mindestens 50 landwirtschaftliche Betriebe für unseren Verband zu gewinnen“.

Jekaterina Galuschkina

 

Zur Person:

Sergei Dmitrijewitsch Iwanow, Generaldirektor der ZAO Agrofirma Pachma, Vorsitzender der landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft Iskra, Abgeordneter der Duma des Gebietes Jaroslawl, hat den Vorsitz des Arbeitgeberverbandes des Agrobusiness des Gebietes Jaroslawl inne.

Iwanow wurde in Karawajewo, Gebiet Kostroma, geboren. Studienabschluss am Landwirtschaftlichen Institut von Kostroma mit dem Schwerpunkt „Veterinäringenieur“. Nach dem Studium Beginn seiner Karriere in der Sowchose Pachma. 2000 Wahl zum Generaldirektor des Unternehmens. Träger des Ehrenabzeichens des Gouverneurs des Gebietes Jaroslawl.

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