Ekotechnika AG veröffentlicht Halbjahresbericht 2017/18

  • Umsatzrückgang durch späten Frühlingsbeginns um 18 % auf 45,3 Mio. Euro
  • Verschiebung von Umsätzen in Folgeperiode
  • EBIT bei 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro)
  • Gesamtjahresprognose: Konzernumsatz über Plan und leicht über Vorjahr

Walldorf, 22. Juni 2018 – Die Ekotechnika AG (Primärmarkt; ISIN: DE000A161234), deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der EkoNiva-Technika Gruppe, verzeichnete im ersten Halbjahr 2017/18 (31. März) einen Umsatzrückgang um knapp 18 % auf 45,3 Mio. Euro (Vorjahr: 55,2 Mio. Euro). Hauptgrund für den Rückgang war der späte Frühlingsbeginn, sodass aufgrund der starken Umsatzsaisonalität ein Teil des Umsatzes später als erwartet erwirtschaftet wurde. Da der Vorstand des Unternehmens die schwierigen und wettbewerbsintensiven Marktbedingungen prognostiziert hatte, entspricht diese Entwicklung den Planungen. Wie in der Vergangenheit generierten die Umsätze aus dem Verkauf von Landmaschinen mit 55 % (Vorjahr: 60 %) den größten Anteil am Gesamtumsatz, sanken allerdings aufgrund des bereits erwähnten späten Frühlingsbeginns um 25 % auf 24,9 Mio. Euro (Vorjahr: 33,1 Mio. Euro). Der Umsatz aus dem Verkauf von Ersatzteilen ging um 11 % auf 16,6 Mio. Euro zurück (Vorjahr: 18,6 Mio. Euro) und trug 37 % zum Gesamtumsatz im ersten Halbjahr 2017/18 bei (Vorjahr: 34 %). Die Service-Sparte verzeichnete einen Umsatz von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Ekotechnika AG belief sich im ersten Halbjahr 2017/18 auf 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) sank von 3,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf 0,7 Mio. Euro. Das Periodenergebnis war mit TEUR -382 leicht negativ, nach 2,4 Mio. Euro im Vorjahr. Mit 20,2 Mio. Euro zum Stichtag 31. März 2018 lag das Eigenkapital im deutlich positiven Bereich (30. September 2017: 21,0 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag bei 20 % (30. September 2017: 25 %).

Aufgrund der durch hohen Wettbewerbsintensität, die sowohl durch Sanktionen wie auch Subventionen für lokale Hersteller geprägt ist, entwickelte sich das erste Halbjahr 2017/2018 im Vergleich zum sehr guten Vorjahreszeitraum rückläufig. Einige Aufträge des Unternehmens verschoben sich jedoch lediglich auf die Folgeperiode (April bzw. Mai). Mit dem erneuten Anstieg der Ölpreise und der anhaltenden Stabilisierung der russischen Wirtschaft festigte sich der Rubel im Berichtszeitraum bei einem Durchschnittskurs von 69,32 Rubel/Euro. Dadurch verbesserte sich die Wettbewerbsfähigkeit importierter Landtechnik im Vergleich zu den in Russland hergestellten Maschinen. Der wirtschaftliche Aufschwung in Russland mit einem Inflationsrückgang auf 2,1 % und einem Leitzinssatz von 7,25 % führte auch zu besseren Finanzierungsbedingungen für die Kunden der Ekotechnika. Dennoch wird der Markt weiterhin von lokalen Anbietern dominiert, deren Preise aufgrund von Subventionen deutlich unter dem Niveau der Importeure liegen. Trotz dieser schwierigen Bedingungen ist die Gruppe in ihren Regionen eindeutiger Marktführer und entwickelte sich im ersten Halbjahr 2017/18 gemäß den Erwartungen des Managements.

Derzeit baut die Gruppe ihre Aktivitäten im Bereich Smart Farming aus, um ihren Kunden Effizienz- und Gewinnsteigerungen zu ermöglichen, und sieht diese Technologie als Erfolgsfaktor für die Zukunft.

Stefan Dürr, Vorstandsmitglied der Ekotechnika AG: „Angesichts der schwierigen Marktsituation hatten wir einen stärkeren Geschäftsrückgang erwartet, konnten dies aber durch die konsequente und enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden verhindern. Mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2017/18 sind wir daher zufrieden, sowohl im Bereich Landtechnik als auch im Bereich Ersatzteile. Der Umsatzrückgang entspricht unseren Erwartungen und wird durch die Verschiebung von Geschäften in die Folgeperioden des Geschäftsjahres wieder ausgeglichen.“

Bjoerne Drechsler, Mitglied des Vorstands der Ekotechnika AG, fügt hinzu: „Wir haben unsere internen Strukturen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres weiter verbessert und damit unsere Prozesse optimiert und den Verwaltungsaufwand weiter reduziert. Darüber hinaus haben wir uns auf lösungsorientierte Geschäftsansätze konzentriert und den Bereich Smart Farming aktiv ausgebaut.“

Angesichts des Anstiegs der Auftragseingänge von Großkunden erwartet der Vorstand eine Trendwende beim Umsatz und rechnet für das Gesamtjahr mit einem über Plan und mit 150 Mio. Euro auch leicht über dem Vorjahresniveau liegenden Umsatz. Beim EBIT erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2017/2018 mehr als 7 Mio. Euro.

Der vollständige Halbjahresbericht zum ersten Halbjahr 2017/18 ist auf der Website der Ekotechnika AG unter https://www.ekotechnika.de/de/investor-relations/dokumente.html abrufbar.

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