Ekotechnika AG veröffentlicht Halbjahresabschluss 2015/2016

•    Umsatzerlöse leicht auf 44,9 Mio. Euro (+2 %) gestiegen

•    Operativer Turnaround: EBIT von 1,4 Mio. Euro (Vorjahr: -1,1 Mio. Euro)

•    Positives Eigenkapital nach Debt-Equity-Swap (Quote 10,5 %)

•    Ausblick: Leicht steigender Umsatz, EBIT positiv

Walldorf, 21. Juni 2016 – Die Ekotechnika AG (Primärmarkt; ISIN: DE000A161234), deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der EkoNiva-Technika Gruppe, hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/16 einen Umsatz von 44,9 Mio. Euro und damit rund 2 % mehr als in der Vorjahresperiode erzielt. In Rubel setzte die Gesellschaft im Berichtszeitraum von Oktober 2015 bis März 2016 rund 22 % mehr um. Die Umsatzentwicklung im saisonal schwächeren ersten Halbjahr liegt leicht über Plan, wenngleich die Rahmenbedingungen für den Landtechnikverkauf in Russland schwierig bleiben. Größter Umsatzposten im ersten Halbjahr waren die Erlöse aus dem Landmaschinenverkauf, die mit 28,9 Mio. Euro (Vj. 28,7 Mio. Euro) einen Anteil von 64 % (Vj. 62 %) ausmachten. Positiv entwickelten sich auch die Erlöse aus dem Ersatzteilgeschäft, die um 5 % auf 13,7 Mio. Euro anzogen (Umsatzanteil von 31 %; Vj. 30 %). Die Service Sparte und die Sonstigen Erlöse kamen auf 2,3 Mio. Euro.

Durch eine weitere Anpassung der Kostenbasis an die reduzierte Markt- und Umsatzerwartung sowie insbesondere einen deutlichen Rückgang der Währungsverluste verbesserte sich das operative Ergebnis (EBIT) der Ekotechnika AG im ersten Halbjahr 2015/2016 von -1,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich im Berichtszeitraum auf 2,4 Mio. Euro (Vorjahr TEUR 1). Das Periodenergebnis hat sich von -16,5 Mio. Euro auf 59,3 Mio. Euro verbessert. Ursächlich hierfür ist der im Dezember 2015 vollzogene Debt-to-Equity-Swap, der als Einmaleffekt im Finanzergebnis mit gut 60 Mio. Euro positiv zu Buche schlug; ohne diesen Effekt verbleibt ein Verlust von rund 1,6 Mio. Euro, der angesichts des saisonal schwächeren ersten Halbjahres eine zufriedenstellende Entwicklung reflektiert. Die Kapitalrestrukturierung hat auch dazu geführt, dass die Gesellschaft zum Zwischenbilanzstichtag 31. März 2016 ein positives Eigenkapital von rund 9,1 Mio. Euro ausweist. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von rund 10,5 %.

Der Investitionsbedarf in neue effiziente Landtechnik ist in Russland ungebrochen hoch. Nach zwei Jahren rückläufiger Absatzzahlen hat sich ein Investitionsstau gebildet, der sukzessive zu einer Belebung des Geschäfts für Ekotechnika führen sollte. Wesentliche Hürde bleiben die hohen Finanzierungskosten, primär infolge der finanzwirtschaftlichen Sanktionen gegen russische Banken, deren hohe Refinanzierungskosten die heimische Kreditvergabe verteuert. Darüber hinaus bremst die Förderung der russischen Regierung für lokale Produkte die Nachfrage nach westlicher Landtechnik.

Für das Gesamtjahr bestätigt der Vorstand seine Prognose eines leicht steigenden Umsatzes und eines positiven operativen Ergebnisses (EBIT). Der vollständige Zwischenbericht zum ersten Halbjahr 2015/16 ist auf der Website der Ekotechnika AG unter www.ekotechnika.de/de/investor-relations/dokumente.html abrufbar.

Vorstandsmitglied Wolfgang Bläsi scheidet im September 2016 aus

Nach Abschluss der operativen und finanzwirtschaftlichen Restrukturierung der Ekotechnika AG wird Wolfgang Bläsi im September 2016 sein Vorstandsmandat niederlegen.

Stefan Dürr, Vorstandsvorsitzender der Ekotechnika AG: „Wolfgang Bläsi hat einen maßgeblichen Anteil an der erfolgreichen Restrukturierung der Ekotechnika und an der Entwicklung der Schwestergesellschaft Ekosem-Agrar zum führenden Milchproduzenten in Europa. Ich danke ihm für sein langjähriges intensives Engagement für die Gesellschaften und freue mich sehr, dass er uns bei beiden Gesellschaften als Berater in den Bereichen Finanzen und Kapitalmarkt erhalten bleibt.“

Wolfgang Bläsi will nach über sechs Jahren in der Unternehmensführung der Ekotechnika und der Ekosem-Agrar seine Expertise zukünftig in der Beratung mittelständischer Unternehmen einsetzen.

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